Ulmer Menschlichkeit, Ulmer Nahaufnahme

Andreas Durner: Der Retter

Wenn es um Leben und Tod geht, ist Andreas Durner zur Stelle. Seit mehr als acht Jahren ist er Rettungsassistent beim ASB Regionalverband in Ulm und vollbringt als stiller Held ...

Kurioses

Ulmisch für Anfänger (2)

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Ulmer Menschlichkeit, Ulmer Nahaufnahme

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Mit acht Jahren hat sich Michael Diederich mit HIV angesteckt. “Obwohl die Pharmafirmen wussten, dass das Medikament infiziert ist, haben sie es uns gegeben.” Eine Geschichte, die unter die Haut ...

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Gleichberechtigung in Ulm :-)

Klo

Das ist ein Wanderfalke am Ulmer Münsterturm

Turmfalke

Andreas Durner: Der Retter

Wenn es um Leben und Tod geht, ist Andreas Durner zur Stelle. Seit mehr als acht Jahren ist er Rettungsassistent beim ASB Regionalverband in Ulm und vollbringt als stiller Held im Hintergrund Großartiges. So wie beim verheerenden Autounfall Silvester 2013.

In der Filmreihe “Ulmer Menschlichkeit” stellen wir zehn Menschen in Ulm & der Region vor, die als stille Helden im Hintergrund Großartiges vollbringen. Jede Woche veröffentlichen wir einen Film. Alle Filme kannst Du hier ansehen: www.ulmer-spickzettel.de/nahaufnahme

Dies ist ein Projekt über Menschen in Ulm, entworfen und umgesetzt von www.ulm.me

Ulmisch für Anfänger (2)

Nach Ulm kommen jährlich Studenten, Arbeitnehmer und Touristen, die noch nie hier waren. Für sie gibt es die Rubrik “Ulmisch für Anfänger”. Denn Ulm ist mehr als nur das der höchste Kirchturm der Welt.


Gug no, do isches
Schau her, das ist das Münster und jetzt schau dir bitte auch die Friedrichsau, das Fischerviertel, die Kunsthalle Weishaupt, das Ulmer Museum und den Judenhof an und hör mir auf mit Einstein und höchster Kirchturm der Welt

Ulmer Münster

Der hat aber au scho a Bretzl im Gsicht
Der ist aber hacke voll

Wollet mio im Myers mol ordendlich abspacken?
Sollen wir im Myers das Tanzbein schwingen?

Wollat mer zamma aufm Donaufescht a Viertele schloza?
Sollen wir zusammen auf dem Donaufest ein Gläschen Wein trinken?

Miar hängd dr Maaga en de Gnihkehla
Ich verspüre Hunger

Du bisch miar so a Fätz
Du bist mir so ein Frecher (Fätz = Spitzbube der zwar frech ist, aber es doch gut meint)

Schwätz koi beb
Rede doch keinen Blödsinn

Schwätz mr doch koi Veschbr en d´Dasch!
Ich lass mich nicht von dir auf den Arm nehmen

Auch einen Spruch auf Lager?
Dann her damit an: redaktion(at)ulmer-spickzettel.de. Oder hinterlasse einfach unten ein Kommentar.

Hier gehts zum ersten Teil der Reihe.

 

Wenn das mal gut geht …

Heute spielt Deutschland gegen Brasilien und es steht kein Ulmer auf dem Platz.

Mario

Vom höchsten Kirchturm der Welt …

… ein Gruß nach Brasilien. Da kann ja nichts mehr schief gehen. 

Ball

In einem Seitengässchen der Platzgasse

Einfach Tisch und Stühle aus der WG tragen und draußen essen. Die Ulmer sind halt einfach toll!

WG

Wie der Fußball nach Ulm kam …

Fußball

Heiko Gröger: Der Bestatter

“Macht Euch nicht immer so viele Gedanken. Lebt einfach!” Heiko Gröger ist Bestatter in Ulm. Jeden Tag bekommt er mit, wie schnell das Leben vorbei sein. Ein Blick hinter die Kulissen, auf die wirklich wichtigen Dinge des Lebens.

In der Filmreihe “Ulmer Menschlichkeit” stellen wir zehn Ulmerinnen und Ulmer vor, die als stille Helden im Hintergrund Großartiges vollbringen. Jede Woche veröffentlichen wir einen Film. 

Dies ist ein Projekt über Menschen in Ulm, entworfen und umgesetzt von www.ulm.me

Ulmer Export: Uli Hoeneß

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Bildquelle: Harald Bischoff, Wikipedia

Albert Einsteins Eltern betrieben in Ulm eine Bettfederhandlung, die Familie Hoeneß eine Metzgerei. Nach dem Abitur in Ulm wollte Uli jedoch nicht Metzger werden, sondern in München BWL studieren. Doch daraus wurde nichts: Studienbewerbern, die ihr Abitur außerhalb des Freistaates abgelegt hatten, wurde eine ganze Note abgezogen. So wurde aus Ulis 2,4 eine 3,4. Das reichte nicht.

Notgedrungen studierte Hoeneß Anglistik und Geschichte auf Lehramt. Das war Ende 1971. Weniger als drei Jahre später gewann er die Fußball-Weltmeisterschaft. Immer an seiner Seite: seine Freundin und spätere Ehefrau Susi. Susanne Martin und Ulrich Hoeneß lernten sich 1967 im Cafe Ströbele in der Hirschstraße kennen. Sie war Sprecherin des St. Hildegard Gymnasiums. Er war Schülervertreter des Schubart-Gymnasiums. Sie berieten über die Sanierung des Schülerzeitung, die beiden Schulen gemeinsam herausbrachten und für die das Geld fehlte. Schon damals zeigte sich das Talent für Organisation und Weitsicht des späteren Ehepaares: Um das nötige Geld für das Überleben der Schülerzeitung anzuschaffen, organisierten sie ein Schulfest – mitsamt Überdachung durch ein 600 Quadratmeter großes Bundeswehr-Tarnnetz, Band und Würstchen aus Papas Metzgerei.

Hoeneß auf einer Briefmarke zur WM 1982 m Spiel Deutschland – Jugoslawien bei der WM 1974

Uli Hoeneß auf einer Briefmarke zur WM 1982 im Spiel Deutschland – Jugoslawien bei der WM 1974

1970 wechselte Uli Hoeneß vom TSG Ulm 1846 zum FC Bayern München. Dort begann er seine Karriere als Weltfußballer. In den kommenden Jahren wird Fußballgeschichte geschrieben: Europameister 1972, Weltmeister 1974, Deutscher Meister, DFB-Pokal … Mit 22 Jahren hatte Uli Hoeneß alle wichtigen Fußball-Titel erreicht. Noch als Spieler zeigte er sein Management-Talent und vermittelte einen Sponsorenvertrag zwischen Bayern München und dem Ulmer Nutzfahrzeughersteller Magirus Deutz. Durch den Erlös war der Verein in der Lage, Paul Breitner, einen Freund von Uli Hoeneß, zurückzukaufen. 

1979 beendete Hoeneß seine Profi-Tätigkeit und wechselte in das Management von Bayern München. Nun führte er beim FC Bayern München etwas ein, was man bislang in Deutschland nicht kannte: den Verkauf von Fanartikeln. Dadurch bescherte er dem Verein zusätzliche Einnahmen in Millionenhöhe. Aus dem Nichts und ohne wirtschaftliche Vorkenntnisse (ein Studium der BWL war ja nicht möglich) baute der Ulmer Uli Hoeneß ein Wirtschaftsimperium mit Millionenerträgen auf. Wie muss ein Mensch ticken, um das zu bewerkstelligen?

2013 attestierte ein Psychiater Uli Hoeneß eine „narzisstische Persönlichkeit“. Eine Eigenart von Narzissten: wettbewerbsorientiert, selbstsicher und erfolgreich – aber auch paranoid, mit Zwang zum Erfolg, aber auch zur Bewunderung, dabei beratungsresistent und gerne mit dem Kopf durch die Wand. Doch es gibt auch den Glückspils Uli Hoeneß. So zum Beispiel 1982, als der damals 30-Jährige mit Freunden in einem zweimotorigen Leichtflugzeug von München nach Hannover flog. Kurz vor der planmäßigen Landung stürzte die Maschine ab. Weil Hoeneß günstig saß und nicht angeschnallt war, wurde er aus dem Flugzeug geschleudert. Das rettete ihm das Leben. 

Dann, im Jahr 2013 der zweite Absturz: Anklage wegen Steuerhinterziehung. Er, der so viel erreicht hatte, dass es für viele Leben ausgereicht hätte, wollte mehr. Börsensucht, Konten in der Schweiz, Steuerhinterziehung, verspätete Selbstanzeige, eine Haftstrafe von mehr als drei Jahren. Doch dass Hoeneß die ganze Haftstrafe absitzen muss, ist unwahrscheinlich: Bereits nach zwei Dritteln der Zeit kann die restliche Strafe zur Bewährung umgewandelt werden. Und die Zeit im Gefängnis könnte eher einem Klosterbesuch gleichen: kaum Besuch, viel Ruhe und die Zelle darf in „angemessenem Umfang“ selbst gestaltet werden.