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DAS GROSSE PORTRÄT

27 Jahre.
Geschäftsführer.
Und ziemlich klare Worte.

Der Geschäftsführer von Blech & Technik sagt, warum Deutschland aus seiner Sicht längst nicht mehr nur in einer kleinen wirtschaftlichen Delle steckt.

Zu viel Bürokratie. Zu hohe Abgaben. Fachkräfte, die abwandern. Marode Infrastruktur. Und politische Entscheidungen, die ihm oft zu langsam gehen.

Ein Unternehmer über Deutschland, Verantwortung und die Frage, ob ein bisschen Nachjustieren überhaupt noch reicht.

VÖHRINGEN FERTIGUNG MITARBEITER KUNDEN POLITIK
SEIN ALLTAG

Seine Analyse klingt anders als die eines Berufspolitikers

Der 27-Jährige ist Geschäftsführer von Blech & Technik in Vöhringen. Gelernter Baumaschinenmechatroniker, Metallbaumeister und internationaler Schweißfachmann.

Einer, der morgens nicht im Plenarsaal sitzt, sondern zwischen Fertigung, Mitarbeitern und Kunden.

Und genau deshalb klingt seine Analyse anders als die eines Berufspolitikers.

Für Zenzinger steckt Deutschland nicht in einer kleinen Delle, sondern in einer hausgemachten Dauerkrise.
„Jetzt fällt uns genau das auf die Füße.“
ZENZINGER, 27
KAPITEL 1

Probleme, die man längst kommen sah

Zu viel Bürokratie. Zu hohe Abwanderung von Fachkräften. Ein Bildungssystem, das Leistung seiner Meinung nach immer seltener belohnt.

Dazu hohe Abgaben, marode Infrastruktur und eine Politik, die sich aus seiner Sicht zu häufig mit Schlagzeilen beschäftigt und zu selten mit Lösungen.

„Wir haben Probleme, die wir vor Jahren haben kommen sehen, diese haben wir leider durch unseren wachsenden Wohlstand zu lange ignoriert.“

Für ihn ist das Entscheidende: Viele dieser Probleme seien nicht überraschend gekommen.

Man habe sie gesehen. Nur lange genug verdrängt.

HIER TRIFFT SEINE SICHT AUF DIE REALITÄT VÖHRINGEN
27 JAHRE

Ein Geschäftsführer mit ziemlich technischem Lebenslauf

BERUF Geschäftsführer
UNTERNEHMEN Blech & Technik
ORT Vöhringen
AUSBILDUNG Baumaschinenmechatroniker
ABSCHLUSS Metallbaumeister
QUALIFIKATION Internationaler Schweißfachmann
KAPITEL 2

In der Wirtschaft kann man Entscheidungen nicht endlos vertagen

Besonders frustriert ihn, dass viele Entscheidungen aus seiner Sicht an der Realität vorbeigehen.

In seinem Unternehmen funktioniert das anders.

SCHRITT 1 Problem erkennen
SCHRITT 2 Entscheidung treffen
SCHRITT 3 Umsetzen
DANN Verantwortung tragen

Kunden warten. Mitarbeiter brauchen Entscheidungen. Die Fertigung muss laufen.

Diese Geschwindigkeit wünsche er sich auch von politischen Prozessen.

„In der Wirtschaft gilt: Entscheidungen müssen getroffen und dann umgesetzt werden.“
DIESE GESCHWINDIGKEIT WÜNSCHT ER SICH AUCH IN DER POLITIK
DIE GROSSE FRAGE

Reichen ein paar Reformen überhaupt noch?

KAPITEL 3

Kosmetische Korrekturen reichen ihm nicht

Dass Deutschland wirtschaftlich wieder stärker wird, hält Zenzinger grundsätzlich für möglich.

Aber nicht, indem hier eine Regel angepasst und dort ein Prozess ein bisschen schneller gemacht wird.

Für ihn geht es um Strukturen. Um Prozesse. Und darum, welche Regeln dieses Land überhaupt noch braucht.

Sein Begriff dafür ist ziemlich deutlich.

SEIN VORSCHLAG

Deutschland müsse einmal komplett

ENTRÜMPELT WERDEN
ZENZINGER ÜBER EINEN MÖGLICHEN NEUSTART „Wir müssten unser Land eigentlich einmal komplett entrümpeln und viele Prozesse neu aufsetzen.“

Gemeint ist damit kein kleiner Frühjahrsputz.

Er spricht von Strukturen, die aus seiner Sicht grundsätzlich neu gedacht werden müssten.

KAPITEL 4

Sein härtester Vorwurf richtet sich an die politische Führung

Für Zenzinger fehlt es nicht zwangsläufig an Ideen.

Das größere Problem sei, dass sich zu wenige Menschen in politischer Verantwortung trauen würden, unpopuläre Entscheidungen zu treffen.

Vor allem dann, wenn die öffentliche Reaktion nicht sofort positiv ausfällt.

Sein Wort dafür: Rückgrat.
WAS POLITIK SEINER MEINUNG NACH WIEDER BRAUCHT RÜCKGRAT
„Politiker müssen auch dann zu Entscheidungen stehen, wenn sie nicht sofort den Beifall der Medien bekommen.“
ZENZINGER
DIE EINORDNUNG

Muss man ihm zustimmen?

Nein.

Seine Aussagen sind zugespitzt und sie sind seine persönliche Sicht auf die Lage des Landes.

Aber sie beschreiben eine Stimmung, die in vielen Unternehmen, Werkstätten und Betrieben immer wieder zu hören ist.

Ob man ihm zustimmt oder nicht: Zenzinger spricht aus, was viele Unternehmer, Handwerker und Beschäftigte hinter verschlossenen Türen diskutieren.

Und genau deshalb lohnt es sich, über seine Aussagen zu sprechen.

WAS BLEIBT

Vielleicht geht es am Ende gar nicht um einzelne Gesetze

Sondern um eine grundsätzliche Frage: Wie schnell kann sich ein Land noch verändern, wenn seine Prozesse immer komplizierter werden?

Und wie viel Mut braucht Politik, um Entscheidungen zu treffen, die nicht jedem gefallen?

BÜROKRATIE FACHKRÄFTE ABGABEN INFRASTRUKTUR VERANTWORTUNG
DIE FRAGE, DIE BLEIBT

Braucht Deutschland nur ein paar Reformen oder tatsächlich einen grundlegenden Neustart?

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