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Aber ist das nicht gefährlich?

„Allein reisen als Frau? Das ist doch viel zu gefährlich!“ Selina hört das ständig. Sie lächelt dann nur und packt ihren Rucksack. Kein Hotel, kein fester Plan, stattdessen Couchsurfing, Trampen und die pure Lust aufs Unbekannte.

Mit 20 zieht sie zum ersten Mal allein los: Sechs Wochen USA, die erste Nacht auf einer fremden Couch, das erste Essen mit Menschen, die sie erst seit ein paar Stunden kennt. Danach gibt es kein Zurück.

Nach dem Studium verbringt sie sieben Monate in Südostasien und Australien. In Indonesien lebt sie bei einer Mutter, die kaum Geld hat, aber mit leuchtenden Augen sagt: „Ich kann meinen Kindern das Reisen nicht ermöglichen. Deshalb hole ich die Welt zu mir nach Hause.“

2023/24 nimmt sie sich elf Monate Auszeit – sechs Monate Südostasien, vier Wochen Marokko, der Rest ein wilder Mix aus Europa. In Marokko trampt sie ausschließlich, schläft auf Sofas von Fremden, wird von Unbekannten zum Essen eingeladen und einmal sogar von einem Krankenwagen mitgenommen.

„Eigentlich verboten, aber wenn eine Polizeikontrolle kommt, duck dich einfach.“ Selina duckt sich – und kann sich ein Grinsen nicht verkneifen.

Natürlich läuft nicht immer alles perfekt. In Thailand hat sie einen Rollerunfall, zwei Wochen kann sie kaum laufen. In Vietnam stürzt sie beim Wandern – allein, mitten im Nirgendwo. Sie bleibt ruhig, kämpft sich zurück.

Manchmal fühlt sich ein Couchsurfing-Host komisch an, dann bleibt sie nicht. Bauchgefühl schlägt Abenteuerlust. Sicherheit geht vor.

Aber es sind nicht diese Momente, an die sie sich am meisten erinnert. Sondern die unzähligen Nächte, in denen sie mit Fremden bis tief in die Nacht in Küchen gesessen, Gläser gehoben und über das Leben philosophiert hat.

Wenn sie nicht gerade reist, arbeitet Selina als Schulsozialarbeiterin. Ihr Arbeitgeber gab ihr für das Sabbatical eine Auszeit – und als sie zurückkam, konnte sie wieder an ihre alte Schule zurückkehren. Nach dieser großen Reise ist ein weiterer Traum von ihr, Menschen mit ihren Reisen zu inspirieren.

„Ich hätte so viele Geschichten, dass ich ein Buch schreiben könnte.“

Wenn sie von ihren Reisen zurückkehrt, kommen immer dieselben Fragen: “Hast du nicht Angst alleine zu reisen?“

Selina lacht. „Klar, es gab riskante Momente. Aber ich hätte in meinem Leben schon so viel verpasst, wenn ich mich nicht getraut hätte.”

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