Für alle „Neu“-Ulmer: Ulmisch für Anfänger

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Rechte Schwoba sparet au am Platz. Se dent’s Geld bügla bevor se’s beiget
Ein richtiger Schwabe spart auch am Platz: Er bügelt sein Geld, bevor er es stapelt.

Wenn do neiläufsch bisch bsoffa ohne das ebbesg soffa hosch
Wenn du dort reingehst, kommt es dir so vor, als hättest du etwas getrunken. Gemeint ist das Schiefe Haus, das gefühlt gleich in die Blaukippt.

Du hosch a rechts Figürle
Du bist sehr attraktiv. (Der Schwabe hat es nicht so mit Lob. Durch ein einfaches „le“ oder „la“ am Ende wird das aufgrund sexuelles Erregung vorschnell ausgesprochene Lob abgemildert. Das Wort „Figürle“ schließt übrigens alles ein: die „Härla“ von einem „Engele“, die nette „Öhrla“, die „Äugla“, des goldige „Schnäbele“ und des „Näsle“, das „Schwanahälsle“ und erst recht die „Brüstla“.)

Des isch mei Göggelesfriedhof, den ko i zoiga, der hat was koscht
Das ist mein dicker Bauch, den muss ich zeigen, denn schließlich hat er Geld gekostet. (Dicke Männerbäuche gelten bei den Frauen in Ulmals Zeichen des Wohlstandes und gelten damit als sexuell begehrlich.)

Du bisch au a rechts Häddele
Als „Häddele“ werden in Ulm Frauen mit wenig Oberweite bezeichnet.

I mog fei deine Stobbla
Der Dreitagebart steht dir ausgesprochen gut