Der Döner ist schon viel älter als wir denken! Erst 1970 kam er über Berlin nach Deutschland, hat aber seine Ursprünge bereits im 19. Jahrhundert.
1836: Das erste Fleisch am Drehspieß wird im Tagebuch eines Militärberaters erwähnt, der sich in Anatolien aufhielt. Damals war der Drehspieß noch horizontal und das Fleisch war traditionell Hammelfleisch.
1861: In Bursa, der viertgrößten Stadt der Türkei, wird der Döner nochmal erfunden. Ein Koch klopfte das Fleisch weicher und mischte Hackfleisch unter. Der Iskender Kebap war erfunden. Neu: Joghurt und zerlassene Butter dazu.
1940: Döner Kebap wird in Istanbul angeboten.
1970: Laut des Vereins türkischer Döner-Hersteller bringt der türkische Einwanderer Kadir Nurman – der mittlerweile gestorben ist – den Döner nach Deutschland. Am Bahnhof Zoo in Berlin verkauft der Türke Dönerfleisch vom Drehspie0 mit Zwiebeln.
1980: Dönerspieße werden in Massen produziert. Um die Qualität des Fleisches zu gewährleisten, gilt die „Festschreibung der Berliner Verkehrsauffassung für das Fleischerzeugnis Dönerkebap“.
1990: Der Döner Kebap erreicht Österreich, Liechtenstein und die Schweiz. Anstatt in dickes Pide, wird das Dönerfleisch auch gerne in dünnen Yufkateig gerollt – der Dürüm-Döner.
2000: Döner gilt als Fastfood in fast allen europäischen Ländern. Hähnchen-Döner, Döner-Teller mit Pommes oder der vegetarische Döner mit Falafel oder Schafskäse gelten als Alternative zum normalen Döner Kebap.
2013: Eine neue, fleischlose Variante kommt auf den Markt – der Schokodöner. Statt erhitzt, wird ein Schokoladenspieß gekühlt und dann abgeschabt, um in einem dürümartigen Fladen serviert zu werden. Zwiebeln und Salat werden durch Früchte, Sahne oder Streusel ersetzt.





