Wer dachte, Wohnen in Ulm sei teuer, hat die Friedhofsgebühren noch nicht gesehen.
Wer glaubt, die teuersten Quadratmeter der Stadt gibt es nur auf dem Wohnungsmarkt, sollte lieber keinen Blick in die neue Friedhofsgebührenordnung werfen.
Denn selbst der letzte Platz ist in Ulm deutlich teurer geworden.
Ein Beispiel: Für ein Urnenwahlgrab mit Platz für bis zu vier Urnen wurden früher 1.200 Euro fällig. Heute sind es 3.780 Euro. Das entspricht einer Steigerung von mehr als 200 Prozent.
Natürlich begründet die Stadt den Schritt mit gestiegenen Personal- und Betriebskosten sowie einer neuen Gebührenkalkulation. Künftig sollen die Friedhöfe einen größeren Teil ihrer Kosten selbst decken.
Für Angehörige bleibt trotzdem die bittere Erkenntnis: Eine Beerdigung war noch nie günstig. Doch wenn allein die Grabnutzungsgebühr in manchen Fällen auf fast 3.800 Euro steigt, stellt sich die Frage, ob würdiges Abschiednehmen langsam zum Luxus wird.
Wer dachte also, Wohnen in Ulm sei teuer, hat die Friedhofsgebühren noch nicht gesehen.





