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Sina macht jetzt Kirche. Aber anders.

Früher: BWL, Schwerpunkt Messe, Kongress, Eventmanagement. Heute: Bingo für Singles in Neu-Ulm. Was wie ein schräger Karriereknick klingt, ergibt total Sinn – wenn man weiß, wie Sina tickt.

„Ich wollte was machen, das echt ist“, sagt sie. Keine Marketing-Floskeln, keine Werbesprüche, sondern Begegnungen schaffen. Deshalb organisiert sie jetzt für die Cityseelsorge Neu-Ulm Veranstaltungen, bei denen es nicht um Frömmigkeit geht – sondern um Nähe, Gemeinschaft und ein bisschen mehr Leben in der Innenstadt.

Nächste Station: Single-Bingo. Samstag, 19 Uhr. Johanneshaus. Eintritt: Null Euro.
Zielgruppe: Menschen in Neu-Ulm, die Lust auf neue Kontakte haben, die nicht von Algorithmen ausgesucht wurden.

Es gibt Preise von lokalen Läden, ein bisschen Witz, ein bisschen Herz – und vor allem: Gespräche. Ohne App. Ohne Druck. Ohne peinliche Stille.

Sina ist dabei nicht die, die vorne mit Mikro steht. Sie ist die, die im Hintergrund die Fäden zieht, die Website baut, Insta befüllt, Flyer gestaltet und am Ende schaut, ob noch genug Teelichter da sind. Sie nennt es „Organisation“. Wir nennen es: Menschen zusammenbringen – ganz ohne Kitsch.

Und ja, vielleicht ist es nur ein Bingoabend.

Aber wenn zwei Menschen am Ende ein bisschen weniger allein nach Hause gehen – dann ist das ziemlich viel.

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