Kinderhotel in St. Johann im Pongau

Mit zwei kleinen Kindern (3 und 4 Jahre) sind Reisen ja oft nicht wirklich erholsam, da man als motivierte Eltern oft verzweifelt bemüht ist den Wünschen der Kleinen gerecht zu werden und dabei die eigenen Bedürfnisse etwas hintenanstellt. Deswegen haben wir uns dazu entschlossen das Alpina Family, Spa & Sporthotel in St. Johann im Pongau einmal auszutesten, das auf der Homepage damit lockt, dass hier sehr wohl Wellness und Sport für die Erwachsenen mit Kinderwünschen vereinbar sind.

Schon bei der Ankunft konzentrierte sich die freundliche Rezeptionistin zuerst auf die Kinder, erklärte ihnen kurz die für unsere beiden Kleinen wichtigen Informationen wie Kinderland, Mini Club, Schwimmbad und Co und drückte beiden ein kleines Plüschtier in die Hand.

Während die beiden mit ihrem Geschenk beschäftigt waren, konnten wir in aller Ruhe einchecken und die Formalien klären. Das Familienzimmer war schön geräumig, mit wundervollem Bergblick und vor allem freuten sich unsere Kinder gleich über die Kinderbademäntel, die auf den Betten lagen. Beim Abendessen wurden wir an „unseren Tisch“ geführt und wurden freundlich begrüßt von den vielen anderen Familien um uns herum. Die kinderlosen Paare genossen derweil ihren Frieden in einem separaten Teil des Restaurants und wir mussten uns keine Sorgen machen andere Menschen mit dem klassischen Genöle und Rumgehampel unserer Kinder am Tisch zu stören. Während unsere Kinder das Eisbuffet mit bunten Streuseln, Smarties, Keksröllchen und Schokoflocken besonders toll fanden, genossen wir gehobene Küche mit einer schönen Flasche Wein.

Der nächste Tag begann schon morgens früh um sieben, da meine Tochter unbedingt um diese Uhrzeit schon den Pool ausprobieren wollte. Dieser war zum Glück schon offen und wir konnten ausgiebig plantschen, rutschen und schwimmen mit wundervoller Panoramaaussicht. Beim Frühstück gab es alles was das Herz begehrt von regionalen Spezialitäten über frisch gepresste Säfte bis hin zu Cornflakes mit Milch, die unsere Kinder bevorzugten. Auf dem Tisch lag das Programm für den heutigen Tag und nachdem ich vorgelesen hatte, dass um 10 Uhr Masken basteln im MiniClub stattfindet, verdrückten beide schnell noch die Reste und waren dann kaum noch zu halten.

Bunt schillerte uns der Eingang der Kinderwelt entgegen und meine Kinder verschwanden sofort grußlos inmitten der Puppen, Autos und Kuscheltiere während ich noch schnell Angaben machte zu meinen Kindern und meine Handynummer hinterließ.

Jetzt begann der für uns neue Teil des Kurzurlaubs: Zeit für uns! Es dauerte zunächst etwas, bis wir uns sortiert hatten, da wir entscheiden mussten ob uns eher nach Tennis, Golf, Fahrradfahren, Fitnesskurs, Massage, Gesichtsbehandlung ist oder ob wir einfach doch noch mal zurück zum Frühstückstisch kehren und in Ruhe eine Tasse Kaffee trinken. Wir entschieden uns für Tennis und freuten uns wie kleine Kinder als wir die Tennisschläger in der Hand hielten. Die erste Stunde verging wie im Flug und pünktlich um 11:30 standen wir wieder im Kinderland, um zu schauen, ob die Kinder das Mittagessen lieber mit den anderen Kindern einnehmen möchten oder ob wir diesen Programmpunkt als Familie absolvieren. Wir fanden unsere Kinder glücklich spielend im Sandkasten und sie zeigten uns stolz ihr Gebasteltes. Mittagessen machten wir gemeinsam im Bistro und gleich um 13 Uhr ging das Kinderprogramm dann weiter mit einem Spaziergang zum Spielplatz.

Wir sonnten uns währenddessen auf der Terrasse und schwammen im Pool mit wunderschönem Alpenpanorama und konnten unseren Kindern aus weiter Ferne zuschauen, wie sie von Dana auf dem Spielplatz geschaukelt und bespaßt wurden. Per WhatsApp erhielten wir sogar Fotos von den Highlights, die unsere Kinder durchlebten. Am Nachmittag machten wir eine gemeinsame Fahrradtour und fanden uns dann wieder rechtzeitig zum Familienabendessen ein. Wir fanden es besonders toll, dass man spontan entscheiden kann wann man die Kinder in Betreuung gibt und wann man Zeit mit ihnen verbringen möchte. Unsere Kinder schlummerten schon tief in ihren Betten und mein Mann und ich ließen den Abend gemütlich an der Hotelbar ausklingen mit dem Babyphone auf dem Tisch.

Der nächste Tag begann erneut mit einer frühen Poolrunde, dann Frühstück und dann Miniclub. Es ist schon verwunderlich wie schnell sich eine Routine einstellt! Wir konnten dann in aller Ruhe die Koffer wieder zusammenpacken und auschecken, während die beiden Kleinen spielten und sich vergnügten. Das Auto blieb noch vor dem Hotel während wir den Geisterberg besuchten.

Gemeinsam mit Gspensti & Spuki machten wir uns auf in die vier geisterhaften Welten der Erdgeister, Feuergeister, Wassergeister und Luftgeister. In herrlicher Panoramalage gab es für kleine und große Kinder tolle Luftschaukeln, ein Geisterschloss und Geisterturm, einen Kletterdrache, Wasserspiele und vieles mehr. Wir waren begeistert zu sehen mit wie viel Liebe zum Detail und Geschmack dieser alpine Freizeitpark errichtet wurde und wirklich keine Kinderwünsche mehr offenlässt.

Wir waren bei der Abreise fast traurig und sind uns sicher, dass wir bald wieder einmal einen Ausflug ins Kinderhotel nach St. Johann im Pongau machen werden.

Weitere Informationen zum Hotel: http://www.sporthotel-alpina.com/

Weitere Informationen zum Geisterberg: https://www.snow-space.com/de/Orte/St.-Johann/Sommer/Geisterberg-Alpendorf