Ein Rind mit Migrationshintergrund

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Wir kennen den Wert einer Facebook-Aktie, wissen aber nicht wie heimische Baumarten aussehen oder welche Tiere bei uns zu Hause sind. Damit ist jetzt Schluss! In unserer Rubrik „Heimatkunde“ stellen wir Euch die Natur vor, die uns umgibt. Heute beginnen wir mit einem Tier, das ursprünglich nicht bei uns zu Hause war: mit dem Schottischen Hochlandrind. 

1884 wurde es in Schottland zum ersten Mal registriert und findet seit 1975 auch zunehmend in Deutschland Verbreitung. Es gilt als besonders gutmütig und wird zwischen 28 und 35 Jahre alt. Da es sehr leicht und nicht wählerisch im Futterangebot ist, wird es gerne als Landschaftspfleger eingesetzt- auch, da es das ganze Jahr über nahezu ohne menschliche Hilfe im Freien leben und auf Böden stehen kann, die für andere Rinderarten ungeeignet sind.

Das Fleisch des Hochlandrindes hat einen Wildgeschmack und braucht lange, bis es serviert werden kann, da die Tiere, die sich nur von Gras und Heu ernähren, sehr langsam wachsen. Tipp zur Zeitüberbrückung: Bis zur Schlachtung können die gutmütigen Tiere gestreichelt werden. Wer freundlich fragt, kann die Hochlandrinder auch in Beimerstetten anschauen, ehe der Metzger daraus Salami macht. Alternativ müsste in Adelzhausen derzeit das Hochlandrind Asina die bayerische Landschaft durchstreifen. Sie brach im Januar 2012 aus ihrem Forst aus.